Die blaue Stunde
Die blaue Stunde ist vor allem ein poetischer Begriff für die Zeit der Dämmerung zwischen Sonnenuntergang und nächtlicher Dunkelheit sowie für die Zeit kurz vor Sonnenaufgang.
Ihren Namen hat sie von der tiefblauen Färbung des klaren Himmels in dieser Zeit. Verursacht wird das tiefe Blau nicht etwa durch die Rayleigh-Streuung, die für das Himmelsblau während des Tages verantwortlich ist. Im Gegenteil: Während eines Sonnenuntergangs wird der kurzwellige blaue Anteil des Sonnenlichts auf dem langen Weg durch die Erdatmosphäre herausgestreut, der Himmel müsste eigentlich grau bis schwarz erscheinen.
Dieses Phänomen wurde erst 1952 von dem US-amerikanischen Geophysiker Edward Hulburt entdeckt und wird die Blaue Stunde genannt. Der blaue Himmel in der Dämmerung wird vollständig durch das Vorhandensein der Ozonschicht in 20 bis 30 Kilometer Höhe über dem Erdboden verursacht.
Das Bild habe ich im letzten Jahr auf dem Heimflug von Island aufgenommen.
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